15.2.2019

13 – XIII – Dreizehn

In allen germanischen Sprachen ist die 13 die kleinste Zahl, deren Name aus ihren Ziffern, hier Drei und Zehn, zusammengesetzt ist. Sie gilt in vielen Kulturen als Unglückszahl; denn der Aberglaube hat sich ihrer bemächtigt. Ihre Abwertung hängt mit der hohen Wertschätzung der 12 zusammen.

Eine Erklärung für die Furcht vor der 13 könnte in Folgendem liegen: In matriarchalen Kulturen war das Jahr nicht in 12 Monate eingeteilt, sondern in 13 mit jeweils 28 Tagen gemäß dem Menstruationszyklus der Frau. Die 13 war dem Mond und der Nacht geweiht. Beim Übergang zum Patriarchat wurde die 13 entthront und verteufelt. Die auftauchende dämonische Frau wurde „die böse Dreizehn". Im Märchen Dornröschen spricht die 13. Fee des Landes, die nicht zur Feier von Dornröschens Geburt eingeladen ist, einen Fluch auf die junge Prinzessin aus. Hier ist die 13. die überzählige von den üblichen 12 guten Feen. Vermutlich ist dieses Märchen beim Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat entstanden. Die Mondgöttin, die Königin der Nacht, rächt sich, daß man sie entmachtet hat und alles vom Tagesgestirn der Sonne erwartet.

Viele Menschen meiden die Zahl 13 aus irrationaler Furcht. Diese weit verbreitete Phobie beziehungsweise dieser Aberglaube geht soweit, daß in Gebäuden manchmal das 13. Stockwerk fehlt, also übersprungen wird. In manchen Passagierflugzeugen wird die 13. Reihe in der Nummerierung ausgespart. Auch in Krankenhäusern und Hotels wird hier und da auf ein Zimmer mit der Nummer oder Endnummer 13 verzichtet, in vielen Sportarten auch auf die Startnummer 13.

Der 13. Tag eines Monats gilt in westlicher Tradition als Unglückstag, besonders wenn er auf einen Freitag fällt.

Im Tarot ist die 13 dem Tod (La Mort) zugeordnet.

Der Ausruf „Jetzt schlägt's dreizehn!“ kennzeichnet einen Einspruch oder Protest.

 

 

 

 

 

 

Was bedeutet uns die Dreizehn?