28. Sonntag im Jahreskreis B

„Er hatte ein großes Vermögen“ (Mk 10,22)

Schriftstellen:
Erste Lesung: Weish 7,7-11
Zweite Lesung: Hebr 4,12-13
Evangelium: Mk 10,17-30

Ein Jüngling hat ein großes Vermögen und soll alles abgeben. Könnten wir das?
Auf den ersten Eindruck klebte der „reiche Jüngling“ an seinem Besitz. Aber bei genauem Hinschauen ist mit dem „alles abgeben“ ein anderes Problem verbunden.

Der Jüngling ist ein frommer Mann, er hält alle Gebote, und das sind und waren im Judentum nicht wenige. Um sie auch wirklich alle zu halten, mußte er immer wieder in den heiligen Büchern lesen, und dazu brauchte er viel Zeit. Diese hatte er, weil er nicht zu arbeiten brauchte; denn er war ja reich. Arbeiten – Geld verdienen – das taten andere für ihn. Um das ewige Leben zu gewinnen, stützte er sich auf das Halten der Gebote.

Wenn er aber nun alles abgäbe, hätte er keine Zeit mehr für das Studium der Gebote. Woher nähme er dann die Sicherheit, das ewige Leben zu erlangen?

Das Halten der Gebote ist nicht unwichtig, aber es ist nicht die Hauptsache. Erst aus einer guten Beziehung zu Gott folgt das Halten der Gebote. Diese gute Beziehung wollte Jesus dem reichen Jüngling anbieten, indem er ihn zur Nachfolge einlud. Aber das war diesem zu ungewiß.

Worauf bauen wir unsere Heilssicherheit?

Siehe Predigt zum 14. Oktober 2018.

Siehe auch Überlegungen zum Thema Geld

und

das Märchen Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack.