4 – IV – Vier

Die Vier, hebräisch דלת Daleth ד, griechisch Delta δ, ist unlösbar mit der ersten erkenntnismäßigen Ordnung auf Erden ver­bunden. Sie ist die „Weltzahl“:

„Vier Elemente innig gesellt, bilden das Leben, bauen die Welt“, heißt es bei Friedrich Schiller (1759-1805).

Wir orientieren uns an den vier Mondphasen. Immer mehr Menschen leben nach dem Mondkalender.

Über den Sonnenstand erkennt man die vier Himmelsrichtungen.

Dazu kommt das Kreuz, eingezeichnet in einen Kreis.

In frühen Kulturen ist das Viereck das Bild der Erde. Gewaltige Werke von Menschenhand, wie zum Beispiel die Pyramiden, haben als Grundlage das Quadrat, ein Zeichen für Festigkeit und Beständigkeit. Römische Städte hatten eine quadratische Struktur. „Roma quadrata“ war von zwei Achsen, einer Nord-Süd- und einer Nord-Westachse durchzogen, insofern war es eine „viergeteilte“ Stadt mit verschiedenen „Quartieren“, französisch „Quartiers“ – Stadtvierteln. Noch heute zeigen nach diesem Muster der klassisch antiken Stadt erbaute Städte vier Tore, eines in jeder Himmelsrichtung. Trotz unserer hochent­wickelten wissenschaftlichen Forschungen und Technologien wird auch den Menschen unserer Zeit ebenso wie denen des Mittelalters die Quadratur des Kreises nicht gelingen, denn das würde bedeuten, das Irdische ins Göttliche zu verwandeln.

Wir kennen:
Vier Winde
Vier Jahreszeiten
Vier Flüsse im Paradies
Vier Kardinaltugenden
Vier Evangelien

Die Zahl Vier gehört symbolisch dem Uranus an.

Friedrich Rückert (1788-1866):
„Vier widerspenst’ge Tiere ziehn den Weltenwagen.
Du zügelst sie, sie sind an Deinen Zäumen Eines.“

Was bedeuted uns die Vier?