Advent ist die Zeit des wachsenden Lichtes – auch in mir? 2

Leben heißt, sich ändern. Der erreichbaren Vollkommenheit nahe zu sein, heißt sich oft geändert zu haben. (John Henry Newman 1801-1890)

Gottes verzeihende Liebe ist ein Angebot, das ich annehmen kann oder auch nicht.

Da ist ein Gelähmter, der zu Jesus will, um geheilt zu werden (s. Mk 2,1-12; par Mt u. Lk). Er findet Freunde, die sogar das Dach abtragen, um ihn Jesus vor die Füße legen zu können. Jesus aber vergibt ihm zunächst die Sünden; erst danach heilt er ihn. Daraufhin lobt dieser Gott.

Da ist ein anderer, der seit 38 Jahren gelähmt ist (s. Joh 5,1-14). Er sucht aber nicht Jesus. Jesus spricht ihn an: „Willst Du gesund werden?“ Der Gelähmte antwortet: „Ich habe keinen Menschen.“ Er übernimmt keine Verantwortung für sich. Er erkennt Jesus nicht, der ihn heilt. Jesus trifft ihn wieder und spricht ihn an: „Sündige nicht mehr, damit Dir nicht noch Schlimmeres passiert.“ Keine Lossprechung, aber auch kein Lob Gottes.

Wie verhalte ich mich? Habe ich mich bereits an meine Krankheit und Sünde gewöhnt?