24.10.2019

Alles, was existiert lebt, und das Leben endet nie

Auch der Tod ist Leben; denn er ist ein Verwandler. Aber das zu erkennen, bedarf der Erfahrung, an unsere Tiefenschicht zu gelangen, die unsterblich ist.

Die Mystiker aller Zeiten sind überzeugt, daß das Göttliche in uns ist, und wir im Göttlichen sind. „Wir können aus dem Göttlichen Urprinzip nicht herausfallen.“ (Meister Eckehard 1260-1328)

Wir sind immer umfangen von dem ALL-EINEN, das uns hält. Diese Vorstellung erfordert unser rationales und sinnenhaftes Begreifen. Ich persönlich sterbe in der Erwartung, daß die Schleier fallen und meine Augen nicht mehr gehalten sind, so daß ich dann das ALL-EINE in seiner Fülle erfahre.

Lange glaubte ich, ein Tor durchschreiten zu müssen entsprechend der Aussage „Mors porta vitae – Der Tod ist das Tor zum Leben”. Aber ich habe erkannt, daß die Ewigkeit sich nicht in weiter Ferne befindet, so daß ich ein Hindernis überwinden müßte, um dorthin zu gelangen; denn ich erfahre mich bereits in Raum und Zeit von ihr umgeben und betrachte die Zeit als eine Pause von der Ewigkeit.