Aschermittwoch, 17. Februar 2021

Der tägliche Umgang mit dem Wasser sollte zentrales Thema in der Erziehung der Kinder sein. Sie sollten auch Wasserquellen kennenlernen.

Fließendes Wasser aus dem Hahn läßt jegliches Gefühl für das Wasser verkümmern. Wohlstand hat uns die Fähigkeit genommen, den Wert des Wassers zu begreifen und zu schätzen.

Wie wichtig ist für mich das Wasser?

Bedenke, Mensch, daß du Sternenstaub bist.

Der heutige Mittwoch ist ein besonderer Mittwoch, Aschermittwoch. Mancher mag gesungen haben: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei!“ Tatsächlich stellt der Aschermittwoch eine wichtige Grenze dar: Nach dem Karneval beginnt die Fastenzeit, die österliche Bußzeit und damit der Osterfestkreis.

Die katholischen Christen lassen sich in einem Gottesdienst ein Kreuz mit Asche auf die Stirn zeichnen. Wir kennen noch den Ausdruck „in Sack und Asche gehen“, an dieser Kleidung erkannte man früher die öffentlichen Büßer, die ein schweres Verbrechen begangen hatten.

 

Seit dem 11. Jahrhundert lassen sich Christen, die sich als Sünder bekennen, sich bekehren und Buße tun wollen, mit Asche bestreuen.

Es ist die in einem Gottesdienst feierlich geweihte Asche von den verbrannten Palmzweigen des vergangenen Jahres.

Wenn wir an Asche denken, denken wir vor allem an Vergänglichkeit. Hieran erinnert auch der Spruch, den der Priester bei der Austeilung des Aschenkreuzes spricht: „Bedenke, Mensch, daß du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“

Aber das ist nur ein Aspekt der Asche. Asche ist auch Erdenstoff, der durchs Feuer gegangen ist; sie kann nicht mehr brennen und ist gleichsam unzerstörbar, somit auch ein Bild für Treue und Unwandelbarkeit. In der Asche bewahren sich der Geist und die Kraft des Feuers; sie ist gewissermaßen materialisiertes Feuer. In der Mythologie ersteht der Phönix aus der Asche.

Asche dient auch als Reinigungsmittel. Meine Großmutter hat noch mit Zigarrenasche Silber geputzt. Auch zur Abwendung von Gefahr wird Asche verwendet. Lange Zeit war es Brauch, bei Glatteis Asche zu streuen. In der Wüste streute man Asche zum Schutz vor Schlangen um die Zelte.

Ijob ging es schlecht, und er saß in der Asche. Aber niemand konnte ihn davon abhalten zu beten: „Doch ich weiß: mein Erlöser lebt, als Letzter erhebt er sich über dem Staub.“ (Ijob 19,25) Dieser Staub ist Sternenstaub, aus dem unsere Erde entstand und zu dem auch wir am Ende unseres irdischen Lebens wieder zurückkehren.