14.8.2019

Brot für den Tag 10

Es gibt im Himmel einen Gott, der Geheimnisse offenbart (Dan 2,28)

Mittwoch 19.4.1989

Daniel kann nicht nur den Traum des Königs Nebukadnezzars deuten; durch Gottes Hilfe weiß er um den Inhalt des Traumes, ohne daß der König diesen erzählt hat. Daniel lebt ganz gottesfürchtig; durch Gebet und Gottesverehrung ist er in intensivem Kontakt mit Gott. Er läßt sich durch nichts von seinem frommen Tun abbringen. So schaut er aus der Sicht Gottes auf das menschliche Leben. Er entdeckt, auf welch wackeligen Füßen vieles steht, was Menschen sich aufbauen und errichten. Für die Menschen sollen ihre Werke Ewigkeitswert haben. Machthaber wollen ein tausendjähriges Reich errichten. Und oft ist der Beginn auch glänzend wie Gold und sehr verheißungsvoll. Aber der Schwung des Anfangs läßt nach und ist nicht durchzuhalten. Wenn nicht Streit und Entzweiung von innen aus den eigenen Reihen kommen, dann „löst sich von einem Berg ein Stein“, der alles zermalmt (vgl. Vers 34). Was würde Daniel mir sagen müssen; was steht bei mir auf tönernen Füßen; wie würde ich reagieren?

Der König ist betroffen, beschenkt Daniel mit reichen Gaben und erhebt ihn in einen hohen Rang (Vers 46ff). Aber der Fortgang der Geschichte zeigt, daß der König nicht viel begriffen hat. Es ist auch so schwer einzusehen. daß alles, was wir tun, nur Bestand in Gott haben kann, weil es dann auf festen Grund gebaut ist, und der Gott des Himmels wird ein Reich errichten, das in Ewigkeit nicht untergeht (Vers 44). Es müßte mein ganzes Bestreben sein, zu diesem Reich zu gehören, es vor allem anderen zu suchen (vgl. Mt 6,33).

Gebet:
Heiliger Gott, du willst dein Reich auch in meinem Leben errichten, ein Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Hilf mir, deine Macht anzuerkennen und mich deiner Herrschaft zu unterwerfen. Dein Reich komme. Amen.