23.8.2019

Brot für den Tag 16

Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm (1 Joh 1,5)

Dienstag 24.4.1990

Wir vermögen von Gott nur in Bildern zu sprechen. Alle Bilder hinken. Am meisten entspricht es der Wirklichkeit Gottes, wenn wir von Gott sagen, daß er Licht ist.

Gottes Licht hat keine Finsternis in sich, es kann durch kein Dunkel abgeschwächt werden. Dieses Licht kam in die Welt, um unsere Finsternis zu erhellen.

Vom Schöpfungsbeginn an stand das Licht in Spannung mit dem Dunkel. Beides sollte die Erde erfüllen im regelmäßigen Wechsel. Die Dunkelheit sollte den Menschen nicht weniger lieb sein als das Licht; denn im Dunkeln schläft es sich z. B. besser als bei Licht.

Die Menschen aber sündigten und die Polarität von Licht und Dunkel wurde gespalten. Statt der Polarität Licht und Dunkel entstand der Dualismus Licht und Finsternis.

Vor der Finsternis gilt es sich zu fürchten. Der Herrscher der Finsternis bedroht die Kinder des Lichtes. Im Reich der Fin­sternis ist keine Gemeinschaft mit Gott mehr möglich.

Gott hat uns seinen Sohn gesandt, damit wir durch sein Blut aus der Finsternis der Sünde befreit würden. Jesus Christus hat die Trennwand beseitigt (vgl. Eph 2,14). Dadurch konnte aus dem Dualismus Licht-Finsternis wieder die Polarität Licht-Dunkel werden.

Nun kommt es darauf an, im Licht zu leben, Kinder des Lichtes zu sein. Denn nur so haben wir Gemeinschaft miteinander.

Wer aber wieder sündigt, sondert sich aus der Gemeinschaft mit Gott und mit dem Nächsten und steht in der Finsternis. Wie soll dem einmal das Ewige Licht leuchten?

Gebet:
Gott, du unser Licht und Leben, führe uns aus der Finsternis unserer Sünde heraus in dein Licht. Laß uns Licht der Welt sein und wie ein Leuchtfeuer Zeugnis geben für dich.