25.9.2919

Brot für den Tag 34

Auf, werde licht, denn es kommt dein Licht (Jes 60,1)

Samstag 5.12.1992

Da sein Licht kommt, soll Jerusalem licht werden. Wenn der göttliche Lichtglanz über Jerusalem aufleuchtet, wird die Finsternis der Sünde abgelöst. Aber die Herrlichkeit Gottes wird nur Jerusalem und nicht allen Menschen offenbar. Jerusa­lem erscheint in der dunklen Welt als der von Licht und Glanz strahlende Mittelpunkt, der die anderen Völker zum Erstaunen bringt.

Die Kirche liest diesen Text zum Fest der Erscheinung des Herrn, das im Volksmund auch „Drei Könige“ heißt. Aus allen fernen Völkern kommen die Repräsentanten zum Jesuskind, um es als den König der Welt anzubeten. Ein Stern erstrahlt über dem Ort, wo ER wohnt (vgl. Mt 2,9).

Johannes spricht in seinem Evangelium davon, daß das Licht kam und die Finsternis es nicht erkannt hat (vgl. Joh 1,9f). Es ist erschreckend, daß die Schriftgelehrten in Jerusalem sehr wohl wissen, was geschehen soll. Sie können darüber Aus­kunft geben: „Du Betlehem ... aus dir wird ein Fürst hervorge­hen.“ (Mt 2,6) Sie lesen die Heiligen Schriften, aber sie verstehen sie nicht. Während sie lesen, fromm und andäch­tig, geschieht in ihrer Nähe, was sie lesen, aber sie bemer­ken es nicht. Die Sterndeuter aus dem Osten wissen zwar nicht, wo es geschehen soll, aber sie spüren im Herzen, daß es geschieht. Sie machen sich auf den Weg und finden das Licht der Welt und werden von sehr großer Freude erfüllt (vgl. Mt 2,10).

Gebet:
Heiliger Gott, erleuchte uns mit deinem Licht, damit wir Licht sein können für die Welt. Laß uns Licht sein für die, die im Dunkeln leben, damit sie wissen, wo du zu finden bist.