Christuskönig im Jahreskreis B (Totensonntag)

„Ich bin ein König!“ (Joh 18,37)

Schriftstellen:
Erste Lesung: Dtn 7,2a.13b-14
Zweite Lesung: Offb 1,5b-8
Evangelium: Joh 18,33b-37

„Jesus Christus ist der treue Zeuge, der Erstgeborene der Toten, der Herrscher über die Könige der Erde, ... er hat uns zu Königen gemacht.“ (Offb 1,5f)

Aber kommen wir uns nicht eher wie Bettler vor? Wir sind Könige im Gewand des Bettlers. Offenbar geschieht das wahre Königwerden erst im Sterben, wenn unser Pilgerkleid abfällt und wir eingehen in die Ewigkeit, beziehungsweise uns der Ewigkeit bewußt werden, in der wir schon immer leben; denn unsere Lebenszeit ist nur eine „Pause von der Ewigkeit“.

Am Totensonntag sollten wir bedenken: „Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen“; denn zeitlich gesehen, können wir jederzeit sterben. Räumlich gesehen, ist es nicht mehr so leicht, das Sterben der Mitmenschen zu erleben; denn es geschieht nicht mehr mitten unter uns. Gemeint ist aber vor allem, daß zum Leben der Tod gehört, denn das irdische Leben hat den Keim des Todes in sich, der Tod aber den Keim des LEBENS.

Unser Bestreben ist es, dem Leben auf Erden mehr Jahre hinzuzufügen, und wir sind stolz auf den wissenschaftlichen Fortschritt der Medizin. Wäre es aber nicht viel wichtiger, den Jahren mehr Leben zu geben?

Nehmen wir uns das LEBEN! Das Leben in Fülle!

Siehe Predigt zum 25. November 2018.

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Meine Heimatgemeinde in Kleve ist Christus dem König geweiht. Diese Kirche, in der ich meine Primiz gefeiert habe, wird nun profaniert.
Am Fest Christus-König 1951 habe ich begonnen, Tagebuch zu schreiben, nachdem ich von Otto Pies die Biographie zu Karl Leisner „Stephanus heute“ gelesen hatte.