16.10.2020

Herz-Jesu-Darstellungen

Als Symbol des liebenden und leidenden Heilandes findet sich das Herz Jesu als Bildmotiv in Deutschland ab dem 15. Jahrhundert.

Johannes an der Seite Jesu (Christus-Johannes-Gruppe)

Der Gekreuzigte als Schmerzensmann mit besonders hervorgehobener Seitenwunde

 

 

 

Das Lamm, das geschlachtet wird und doch lebt (vgl. Apk 4,5)

Das Herz-Jesu als Urquell des Altarsakramentes

 

 

 

 

Im Barock ist das flammende Herz als Zeichen brennender Liebe in großer Zahl das Attribut von Heiligen.

Um die Jahrhundertwende hatte jede Kirche einen Herz-Jesu-Altar.

 

 

 

 

 

 

Der Jesusknabe – seit 1921 von Steyler Patres herausgegebene katholische Kin­der­zeitschrift als Monats­schrift für das Kinderherz

 

Der monatliche Herz-Jesu-Freitag und das jährliche Herz-Jesu-Fest sowie die Herz-Jesu-Litanei stehen noch im Kalender und im Gebetbuch, aber um die Herz-Jesu-Verehrung ist es still geworden. Vergleicht man die geistigen Strömungen von heute mit denen von 1852 oder 1902, so bestätigt sich der Rückgang der Verehrung. Jede Kirche setzte damals ihren Ehrgeiz darein, einen Herz-Jesu-Altar zu besitzen. In kaum einer Familie fehlte die Herz-Jesu-Statue, und zahllose Herz-Jesu-Kirchen wurden erbaut. Aber die unzähligen Herz-Jesu-Bilder sind weithin verschwunden!

Das Wesen der Herz-Jesu-Verehrung besteht in der Hinwendung zu Gott, der die Liebe ist; dafür ist das zu allen Zeiten und an zahlreichen Orten anzutreffende Herz das aussagekräftige Symbol.

Unter der Überschrift „Heile mich! Herz-Jesu-Fest in unserer Zeit“ veröffentlichte Katharina Oost in der Katholischen Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART Nr. 24/1996 interessante Überlegungen zur Herz-Jesu-Verehrung.

Herz-Jesu-Verehrung

„Geschaffen hast du uns auf dich hin, o Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir“, formuliert Augustinus in seinen Bekenntnissen (1,1).