3.10.2020

Das Dritte Auge

Außersinnliche Wahrnehmungen zeich­nen sich dadurch aus, daß Menschen Informationen auf Wegen erhalten, die we­der mittels physikalischer Energien signalisiert noch mit leib­lichen Sinnesorganen wahrgenommen werden.

Wir spre­chen zum Beispiel vom „Dritten Auge“ oder „Sechsten Sinn“. Wahre Er­kennt­nis ist dem geistigen Auge vorbehalten. Augen­schein ist noch kei­ne Erkenntnis.

Die Vorstellung vom Dritten Auge mag unserem Kultur- und Erfahrungsraum fremd anmuten. Aber schon durch die beiden physischen Augen sieht man offenkundig alles aus zwei verschiedenen Blickwinkeln, sie verbinden sich im Gehirn und schaffen ein dreidimensionales Bild, das man für eine vollständige und echte Wahrnehmung hält. Das Gehirn selbst liefert den Beweis dafür, daß sich zwei unterschiedliche Sichtweisen versöhnen lassen. Es hat bereits ein Drittes Auge geschaffen, das etwas anderes sieht als die beiden Augen für sich genommen. Das Dritte Auge vereint Duales zu einem einzigen.

Die Bibel berichtet im Buch Exodus 3,2f, daß Mose in der Wüste auf einen brennenden Dornbusch aufmerksam wurde. Normalerweise ist das keine Seltenheit, aber Mose sah mehr, und zwar auf einer höheren Ebene; denn er sah mit dem Dritten Auge.

Menschen, deren Drittes Auge geöffnet ist, verfügen über eine gesteigerte Wahrnehmung und besitzen eine außerordentlich deutlich ausgeprägte Erkenntnisfähigkeit.