15.7.2020

„Das ist unbeschreiblich!“

So formulieren wir es, wenn etwas für uns nicht begreifbar ist. Dazu gehört zum Beispiel das Erlebnis einer Gotteserfahrung, die alle Religionen mit unterschiedlichen Worten zu interpretieren versuchen. Ein solches Erlebnis läßt sich nur erfahren, aber nicht beschreiben.

Neben Gott ist auch das Universum in seiner Dimension unvorstellbar. Der Mensch hat lange angenommen, die Erde sei eine Scheibe, der Mittelpunkt des Weltalls und die Sonne bewege sich auf einer Kreisbahn um die Erde. Das Universum ist aber ohne Zentrum und ohne Mittelpunkt, es ist unendlich.

Die griechischen Philosophen erlebten ihre Götter auch überall auf dieser Erde. Sie vertraten die Vorstellung, alles den Menschen Umgebende sei beseelt.

Wir leben auf dieser Erde in der Spannung von Polaritäten. Im Daoismus ist Tai-Chi ein Ausdruck für das Wechselspiel zweier entgegengesetzter Kräfte, das durch die Polarität der Schöpfung entsteht. Tai-Chi ist eine körperlich meditative Übung, die versucht, Gegensätzliches zusammenzubringen und dadurch zur Einheit zu finden. Diese Einheit finden Christen in Gott, in dem alle Gegensätze zusammenfallen.