14.4.2020

„Die Auferstehung bleibt ein intimes Geschehen

Das große Wunder entzieht sich den Sinnen: In Kunst und Musik dominiert der Karfreitag den Ostersonntag“

Unter diesem Titel stellte Gerald Felber in der F.A.Z. vom 9. April 2020 Überlegungen an, warum Passion und Ostern in der Praxis ungleich behandelt werden, und zitiert einen Pfarrer, der fragt, „wieso das Kreuz zum zentralen christlichen Symbol geworden sei - und nicht die Siegesfahne des Auferstandenen“.
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Gerald Felber verweist auf die Kirche St. Nicolai in Kalkar mit ihrer bis ins sechzehnte Jahrhundert zurückgehenden Ausstattung. Sie birgt an die sechzig Abbildungen „des Gekreuzigten und seiner Passion", wohingegen die Darstellungen der Auferstehung inklusive des Ereignisses der Himmelfahrt weniger als zwanzigmal zu finden sind.

Diesbezüglich gilt es zu erwähnen, daß in einer normalen Meßfeier sehr oft von Schuld und Sünde die Rede ist statt von der Freude über die Erlösung durch den gekreuzigten Jesus.

Bemerkenswert ist, daß die Kirche auf dem Ölberg in Jerusalem öfter als „Grabeskirche“ bezeichnet wird denn als „Auferstehungskirche“.

Es ist ein Segen, daß Papst Franziskus die Barmherzigkeit sehr in den Vordergrund stellt. Es traf sich, daß Kardinal Jorge Mario Bergoglio SJ im Konklave 2013 Nachbar von Kardinal Walter Kasper war und dessen gerade auch in Spanisch erschienenes Buch über die Barmherzigkeit las, sich mit ihm darüber austauschte und es einige Tage nach seiner Wahl zum Papst im Rahmen des Angelusgebetes öffentlich würdigte.

 

 

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900): „Bessere Lieder müßten sie mir singen, daß ich an ihren Erlöser glauben lerne. Erlöster müßten mir seine Jünger aussehen.“