Jesus mit der Samariterin am Jakobsbrunnen

15.1.2023

Frauen um Jesus

Um zu verstehen, wie Jesus Frauen begegnete, muß man buchstäblich bei Adam und Eva beginnen und der Frage „Warum gibt es Frau und Mann“ nachgehen.

In der Bibel lesen wir: „Es ist nicht gut, daß der Mensch allein bleibt.“ (Gen 2,18) Warum ist das so? Es geht dabei sicherlich nicht in erster Linie um die Zeugung von Nachkommen, sondern um die Gefahr, daß der Mensch, wäre er allein, sich unweigerlich für Gott halten müßte.

Schöpfung bedeutet die Spaltung und Trennung des Einen-Ganzen. Sie ist eine Geschichte der Polarität. Zu den zahlreichen Polaritäten gehört auch der Mensch.

Es gibt die Vorstellung, der erste Mensch sei androgyn, also weder Mann noch Frau, gewesen und so werde es auch am Ende sein, wenn Gott die Welt wieder heimhole.

Adams erste Frau Lilith mit roten Haaren und roten Fingernägeln wollte nach jüdischer Vorstellung beim Geschlechtsakt oben liegen. Da Adam dieses mißfiel, verließ sie ihn.

Am Ende sind wir alle EINS in Gott.

Es zeigt sich bis heute, daß der Mensch in bezug auf die Polarität, in der alles in Schwingung zu seinem Gegenpol steht, oft zum Dualismus neigt und einen Pol abwertet oder ihn sogar abspaltet. Das hat im Laufe der Geschichte sogar zu der Frage geführt, ob die Frau eine Seele habe.

 

Jesus ist den Frauen auf gleicher Augenhöhe begegnet. Deswegen fühlen sie sich von ihm angezogen. Er spricht auch mit ihnen alleine und hört ihnen nicht nur zu, sondern hört sogar auf sie (vgl. Mt 15,21-28).