Gedanken zu Lesefrüchten (1.2.2021)

Wenn ich etwas Neues sehe, bringe ich es manchmal mit etwas mir Bekanntem in Verbindung. So ist es auch beim Lesen. Das Gelesene kann etwas zum Ausdruck bringen, was ich schon immer gedacht habe, nur so noch nicht formulieren konnte. Gleichzeitig entsteht ein Nachdenken, das mich zu weiteren Erkenntnissen führt.

Wir sind nicht mehr Teil unserer Natur

Überschrift eines Artikels im „Frankfurter Allgemeinen Magazin“ August 2020 von Sebastião Salgado (* 1944), der den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekam. Laut Sebastião Salgado isolieren wir uns von unserem Planeten. Wir leben nicht mehr im Einklang mit der Natur, wir zerstören sie. Er ist der Meinung: „Wenn unsere Spezies untergeht, weil die Ressourcen verbraucht sind, wird sich der Planet davon erholen.“

Link zum Artikel

Der Mensch ist das gefährlichste Geschöpf für diese Erde; denn er ist dabei, sie unbewohnbar machen. Mich erinnert das an eine schon ältere Anekdote: Zwei Sterne im Weltall begegneten sich und erkundigten sich gegenseitig nach ihrem Befinden. Der eine Stern sagte: „Ich habe Homosapiens“, der andere Stern tröstete ihn: „Ich hatte auch Homosapiens, aber das geht vorüber.“

Ist der Mensch womöglich ein Vorübergang im Weltgeschehen? Aber was hinterlassen wir auf dieser Erde? Vielleicht sind wir nur das Missing Link zwischen unseren Vorfahren, – das müssen nicht nur die Affen gewesen sein –, und dem, was sich Gott als Mensch vorgestellt hat.