Gedanken zu Lesefrüchten (1.7.2019)

Anfang und Ende, Zeit und Ewigkeit

Wenn ich etwas Neues sehe, bringe ich es manchmal mit etwas mir Bekanntem in Verbindung. So ist es auch beim Lesen. Das Gelesene kann etwas zum Ausdruck bringen, was ich schon immer gedacht habe, nur so noch nicht formulieren konnte. Gleichzeitig entsteht ein Nachdenken, das mich zu weiteren Erkenntnissen führt.

In unserem Leben erfahren wir, daß alles einen Anfang und ein Ende hat, es sei denn, wir befinden uns in einer Ekstase, einem Flow, wie man heute zu sagen pflegt. Doch sobald die Zeit uns zurück hat, befinden wir uns wieder im normalen Alltag.

Die Ewigkeit ist ohne Anfang und Ende, sie existiert für immer. Die Zeit hingegen ist begrenzt durch Anfang und Ende und somit eine Pause von der Ewigkeit.

In der Zeit gibt es Ereignisse, deren Anfang und Ende sich nicht festlegen lassen. Dazu gehört unser irdisches Leben. Geburt und Sterben sind fließende Prozesse ohne einen genau zu bestimmenden Zeitpunkt.

Anfang und Ende gibt es auch in der Technik, und selbst da ist „Industrie 4.0“ keine Stichtagsrevolution. Sie zieht sich über viele Jahre hin. Ein Rinnsal wird dabei zu einem breiten Strom.

Siehe Lesefrucht vom 17. Dezember 2018 – Wechsel der Kulturen.