Gedanken zu Lesefrüchten (22.2.2021)

Wenn ich etwas Neues sehe, bringe ich es manchmal mit etwas mir Bekanntem in Verbindung. So ist es auch beim Lesen. Das Gelesene kann etwas zum Ausdruck bringen, was ich schon immer gedacht habe, nur so noch nicht formulieren konnte. Gleichzeitig entsteht ein Nachdenken, das mich zu weiteren Erkenntnissen führt.

Das Ewige Licht brennt, auch wenn wir es nicht sehen.

Wie mit Schleiern ist verhangen, was wir Himmel nennen. Auch sehen wir Gott nicht, weil er uns zu nah ist. Daß es diese Transzendenz gibt, können wir nicht wissen, aber wir dürfen es glauben.

Ein schönes Beispiel für diese Aussagen ist das Licht im Kühlschrank.

Brennt die Lampe im Kühlschrank auch, wenn die Tür geschlossen ist? Das läßt sich nur feststellen, wenn man die Tür öffnet. So warte ich darauf, daß am Ende meines Lebens die Schleier fallen.

Früher beerdigte man die Toten auf den direkt um die Kirchen angelegten Kirchhöfen. Vor allem im Mittelalter errichtete man dort eine Totenlaterne, die den Toten Licht spendete auf dem Weg ins Jenseits.