Gedanken zu Lesefrüchten (17.12.2018)

Wechsel der Kulturen

Wenn ich etwas Neues sehe, bringe ich es manchmal mit etwas mir Bekanntem in Verbindung. So ist es auch beim Lesen. Das Gelesene kann etwas zum Ausdruck bringen, was ich schon immer gedacht habe, nur so noch nicht formulieren konnte. Gleichzeitig entsteht ein Nachdenken, das mich zu weiteren Erkenntnissen führt.

„Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass bisher jede Kultur einen Anfang und ein Ende hatte. Dabei löste meist eine große Kultur eine andere ab. Da aber der Beginn und das Ende einer Kultur meist fließende Prozesse sind, ist es schwierig, den Punkt genau zu bestimmen, an dem die eine Kultur aufhört und die andere anfängt. Umso schwieriger ist dies, wenn man selbst in einer dieser Kulturen lebt. Der deutsche Philosoph Oswald Spengler (1880-1936) glaubte zeigen zu können, dass seine Kultur, die Kultur des Abendlandes, an ihrem Ende angelangt ist.“ (Der Philosophiekalender 2018: 20.11.)

Anfang und Ende gibt es in der Technik, aber nicht im Leben. Leben ist ein Prozeß. Ich kann mir im Leben eine Grenze setzen, aber auch diese sollte einen Aspekt der Durchlässigkeit haben (vgl. Grüne Grenze).

Wie sicher fühlen wir uns mit unserer Kultur auf diesem Erdball, den wir permanent unbewohnbarer machen?