Gedanken zu Lesefrüchten (26.11.2018)

Coincidentia oppositorum – Zusammenfall der Gegensätze

Wenn ich etwas Neues sehe, bringe ich es manchmal mit etwas mir Bekanntem in Verbindung. So ist es auch beim Lesen. Das Gelesene kann etwas zum Ausdruck bringen, was ich schon immer gedacht habe, nur so noch nicht formulieren konnte. Gleichzeitig entsteht ein Nachdenken, das mich zu weiteren Erkenntnissen führt.

„[Jesus ist] ein großes Wesen, das alle Gegensätze aushält, die wir nicht aushalten können.“ (Richard Rohr in „Der göttliche Tanz“, adeo 2017: 196)

Das Zitat von Richard Rohr gefällt mir sehr gut. Die passende Definition für das, was wir Gott nennen, ist für mich „die Coincidentia oppositorum – der Zusammenfall der Gegensätze“.

 

 

 

 

 

 

Das bringt auch mein Logo zum Ausdruck. Mein Logo auf einem farbig geknüpften Wandbehang hat die Umschriften „Coincidentia oppositorum“ und „Pontifex oppositorum – Brückenbauer zwischen den Gegensätzen“.

Ich persönlich möchte als Mediator und Pontifex oppositorum wirken, als Vermittler zwischen den Gegensätzen im Menschen selbst und in den zwischen den Menschen untereinander bestehenden Gegensätzen.

Wenn Körper und Geist in Harmonie schwingen, entsteht eine Ausstrahlung, die als Präsenz wahrgenommen wird.

Siehe Yin-Yang-Zeichen als Logo.