7.11.2019

Geschichtlicher Abriß von Schlüssel und Schloß

Seit 4000 Jahren kennt der Mensch Schloß und Schlüssel. Mit der Verarbeitung des Metalls kamen große Veränderungen in das Leben der Menschen. Bronze eignete sich gut zum Herstellen von Schlüsseln. Die Pfahlbaubewohner der Endbronzezeit (2500 -650 v.Chr.G.) verwendeten hölzerne Schieberiegelverschlüsse mit Bronzeschlüsseln zum Öffnen. Derartiger Schlösser bedienten sich später auch die Kelten und die Griechen.

Die Stadtkulturen des Orients benutzten schon früh hölzerne und eherne Riegel zum Verschließen der Türen. Die dazugehörigen Schlüssel waren sehr groß, daher trug man sie auf der Schulter.

Die alten Römer konstruierten die ersten brauchbaren Schlösser und Schlüssel aus hartem Bronzemetall.

Bei der Eheschließung bekam die Frau von ihrem Mann einen Fingerringschlüssel, den sie fortan an der Hand trug, um die Geldkassette vor Dieben zu schützen. Der ihr überreichte Schlüssel war Zeichen der häuslichen Gewalt und des Vertrauens. Er blieb stets bei der Hausfrau. Starb der Ehemann, so legte die Frau die Schlüssel auf sein Grab, um damit anzuzeigen, daß sie die Übernahme der Schulden ihres Mannes und jegliche Rechtsnachfolge ablehnte.

 

 

Mit einem Schlüssel vermag ich auf-, aber auch abzuschließen. So begleitet er uns als Symbol von Kommen und Gehen, Ankunft und Abschied.