1.11.2019

Heilige mit Heiligenschein

Der Heiligenschein oder Nimbus (lat. = Wolke) entstand in der Kunst der Spätantike. Mit einem Heiligenschein dargestellte Menschen sahen in der Realität genauso aus wie andere Menschen. Das gilt auch für Jesus.

Manche Menschen haben einen unsichtbaren „Heiligenschein“, eine Aura (lat. = Lufthauch), gewissermaßen eine Strahlkraft der Liebe. An der Aura in den ersten Sekunden der Begegnung zweier Menschen entscheidet sich deren zukünftiges Miteinander.

Alle Menschen umgibt ein unsichtbares, aber von anderen unbewußt wahrgenommenes Energiefeld. Künstler stellen diese Ausstrahlung unter anderem als Heiligenschein dar.

In der Aura offenbart sich das Innere eines Wesens. Einige Menschen, vor allem kleine Kinder, aber auch Katzen und andere Tiere haben ein besonders feines Gespür für diese Strahlung.

Kirlianfotografie zweier Münzen -
Wikimedia Commons / Author: Chemikurs69 / CC-BY 2.0 de

Das Ehepaar Semjon D. (1898-1978) und Valentina K. (1904-1971) Kirlian entdeckte 1939, daß vor allem Lebewesen, aber auch Objekte, die in ein hochfrequentes Hochspannungsfeld gebracht werden, Strahlenkränze im Bereich des sichtbaren Lichtes aussenden.

Heilige sind Leuchten auf dem Weg und können Orientierungshilfe geben, aber gehen müssen wir selbst.

Heiligkeit ist nicht in erster Linie heiligmäßiges Leben, sondern zunächst das göttliche Leben in uns. Diese Heiligkeit ist die grundlegende aller übrigen Eigenschaften Gottes, die sie in sich schließt, wie das weiße Licht alle Farben des Regenbogens in sich vereint. Das Leben in Gott ist Heiligkeit.

In den sieben „Ich-bin-Worten“ Jesu, wie zum Beispiel „Ich bin das Brot des Lebens, die Tür, der Weinstock ...“ charakterisiert sich Jesus selbst. Das Wort „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12; Mt 5,14) überträgt er auch auf uns Menschen. Wie Jesus selbst sollen wir das Göttliche in uns in die Welt tragen. Wenn Körper und Geist in Harmonie schwingen, entsteht eine Ausstrahlung, die sich wahrnehmen läßt.

 

 

 

 

Siehe auch Gedanken zu Lesefrüchten (3.12.2018).