15.10.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herz-Jesu-Verehrung

Gott hat ein Herz für die Menschen, Jesus ist dieses Herz

Die Herz-Jesu-Verehrung wurde notwendig, als der Jansenismus (ein Kryptokalvinismus) mit seiner Strenge die Menschen ängstigte. Er stellte die Allgewalt und Majestät in den Vordergrund und bezeichnete Gott nicht mehr als Vater. In ihrer übergroßen Strenge empfahlen die Jansenisten, auf den Empfang der Kommunion zu verzichten.

Die Herz-Jesu-Verehrung richtet sich auch gegen den Deismus, der Gott zur absoluten Transzendenz macht. Das Wesen der Herz-Jesu-Verehrung besteht in der Hinwendung zu Gott, der die Liebe ist.

Zunächst verehrte man die von der Lanze durchbohrte Wunde, aus der die Kirche geboren wurde (vgl. Joh 19,34).

Von der Seitenwunde kam man über das wegen seiner Liebe zu den Menschen verwundete Herz Jesu zur allgemeinen Darstellung des Herzens als Symbol für die Liebe.

Teilhard de Chardin (1881-1955) macht in seinem Lesebuch, herausgegeben von Günther Schiwy, einen Brückenschlag von Geist und Materie: Im Herzen der Materie/ein Herz der Welt/das Herz eines Gottes – die Antwort auf die zentrale Frage eines Lebens. Er nahm die Naturwissenschaften mit dem brennenden Herzen eines Mystikers wahr. Er starb an einer Herzattacke.

 

 

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Christus als „Geistlicher Seelenfischer“ – Jesus hängt sein Herz an die Angel

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Deckengemälde des Barocksaals im Kloster Benediktbeuern
vom Brixener Maler Stephan Keßler (1622–1700)

Das brennende Herz, das der Engel neben ihm in der Hand hält, zeigt die Liebe Christi zu uns Menschen, die uns rettet.

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Das Gemälde diente als Cover für folgende 1996 von Leo Weber (Text) und Wolf-Christian von der Mülbe (Fotos) herausgegebene 75seitige Broschüre.

 

 

 

 

 

Ein Engel als geistlicher Amor, der die Seele des Menschen verletzt, um dessen Zuneigung für Jesus zu erwecken.

 

Siehe auch Impuls vom 28. Juni 2019 – Herz-Jesu-Fest.