Impuls zum 18. Sonntag im Jahreskreis B – Fleischtöpfe oder Freiheit (1.8.2021)

Erste Lesung: Ex 16,2-4.12-15
Zweite Lesung: Eph 4,17.20-24
Evangelium: Joh 6,24-35

Obwohl Israel aus Ägypten befreit war, sehnte es sich in der Wüste eigenartigerweise nach den Fleischtöpfen Ägyptens zurück, das heißt nach der Knechtschaft; denn sie garantierte eine gesicherte Existenz.

Was macht den Menschen glücklich? Brot oder Freiheit? Lassen sich diese Vorstellungen überhaupt gegeneinander ausspielen? Der Mensch braucht beides; dennoch ist er nicht gesättigt, wenn er sich satt fühlt.

Daher will Jesus nicht nur Brot vermehren, sondern er will, daß wir „Hunger“ haben. Aber wie soll das geschehen, wenn wir satt sind?

„Das ist ohne Zweifel eine große Not, dauernd gefüllt, satt zu sein.“ (Marie Noël 1883-1967)

„Es muss im Leben mehr als alles geben.“ (Maurice Sendak 1928-2012)

Lebt in uns eine solche Sehnsucht, die nicht mit den irdischen Gütern gestillt werden kann?