Impuls zum 19. Sonntag im Jahreskreis A (9.8.2020)

Gang über das Wasser

Schriftstellen:
Erste Lesung: 1 Kön 19,9a.11-13a
Zweite Lesung: Röm 9,1-5
Evangelium: Mt 14,22-33

Sind Sie schon einmal „baden gegangen“? Nicht im Freibad oder im Badezimmer, sondern mit guten Vorsätzen. Da nimmt man sich „Gott weiß was“ vor, „versackt“ und am Ende „steht einem das Wasser bis zum Hals“.

Da Jesus mit traumwandlerischer Sicherheit durchs Leben ging und auch übers Wasser wandelte, wollte Petrus es ihm gleichtun, und Jesus ermunterte ihn sogar dazu. Aber gerade aus dem Boot gestiegen, in dem er mit den anderen Jüngern gesessen hatte, wird ihm angst und bange vor der eigenen Courage. Er „geht baden“. Aber Jesus rettet ihn. Petrus hat im Versinken den Grund gefunden.

Er ist ein Aussteiger. Er bleibt nicht ruhig im Boot sitzen, sondern wagt das Unmögliche. Jesus wartet auf ihn. Petrus kann sich über Wasser halten, solange er auf Jesus zugeht. Als er aber Angst bekommt, geht er unter. Doch Jesus reicht ihm die Hand, und Petrus bekennt mit den übrigen Jüngern: „Wahrhaftig, Du bist Gottes Sohn!“