Impuls zum 20. Sonntag im Jahreskreis A (16.8.2020)

„Frau, dein Glaube ist groß!“

Schriftstellen:
Erste Lesung: Jes 56,1.6-7
Zweite Lesung: Röm 11,13-15.29-32
Evangelium: Mt 15,21-28

Im heutigen Evangelium ist Jesus kaum wiederzuerkennen. Er sagte der ihn bittenden Frau indirekt: „Ich bin für dich nicht zuständig, das fällt nicht in mein Ressort.“

Die Frau, die sich an Jesus wendet, weiß genau, was sie will und was sie von Jesus erwartet. Sie hat ein besessenes Kind. Sie leidet wie zum Beispiel Eltern, deren kranke Tochter mit starrem Blick in der Ecke sitzt und keinerlei Reaktionen zeigt. Grausame Schwermut hat sich über die Freude der Kindheit gelegt. Schlimmer kann es nicht kommen. Aber sie hat noch einen Funken Hoffnung und die Jünger bitten Jesus, die Frau von ihren Sorgen zu befreien.

Aber Jesus geht nicht sofort darauf ein. Woher nimmt die Frau nur die Kraft, sich die abweisenden Worte Jesu anzuhören und nicht aufzugeben? Etwas muß stärker sein als ihre Verzweiflung. Hoffnung, die „nicht totzukriegen“ ist. Es geht um ihr Kind, um sein Leben und damit auch um das Ihre.

Jesus staunt über den Glauben dieser Frau und sagt ihr: „Frau, dein Glaube ist groß, dir geschehe, wie du willst.“ Und von dieser Stunde an war ihre Tochter gesund.