Impuls zum 23. Sonntag im Jahreskreis A (6.9.2020)

Jesus JA – Kirche NEIN

Schriftstellen:
Erste Lesung: Ez 33,7-9
Zweite Lesung: Röm 13,8-10
Evangelium: Mt 18,15-20

Eine oft gehörte Parole, vor allem von jungen Menschen, lautet: „Jesus JA – Kirche NEIN!“ Ist das möglich? Sie erinnert an den Ausspruch: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß.“ Es geht an dieser Stelle nicht darum, die Gründe aufzuzeigen, die das Nein zur Kirche so immens haben wachsen lassen, sondern darum, zu der Erkenntnis zu gelangen, daß zum Christsein in gewisser Weise auch Kirche und Gemeinde gehören.

Im Neuen Testament gibt es nicht nur Anweisungen für das Leben des Einzelnen, sondern auch eine Gemeindeordnung. Thema des heutigen Evangeliums ist unter anderem die Bedeutung des gemeinsamen Gebetes.

Das Heil ist keine Privatsache, allein kann der Mensch seine Seele und sein Leben nicht retten. Kein einziges Sakrament kann er sich selbst spenden.

Können wir gemeinsam beten? Vermutlich nur zusammen aus einem Gebetbuch. Beim gemeinsamen Gebet müssen wir absehen von eigenen Wünschen und Vorstellungen. Darin liegt auch der Wert der Gemeindefeier. In einer Zeit, in der Menschen immer mehr vereinsamen, besteht eine große Aufgabe der Kirche darin, das Gemeindeleben zu pflegen.