Impuls zum Fest der Taufe Jesu im Jahreskreis A (12.1.2020)

Erste Lesung: Jes 42,5a.1-4.6-7
Zweite Lesung: Apg 10,34-38
Evangelium: Mt 3,13-17

Jesus hat von Johannes die Taufe empfangen und von ihm offensichtlich auch den entscheidenden Anstoß zu seiner eigenen Verkündigung erhalten. Dies ist der historische Hintergrund der Tauferzählung. Darin geht es jedoch nicht um die Erläuterung der historischen Zusammenhänge, sondern darum, Jesus theologisch zu legitimieren. In einer knappen Offenbarungsszene schildert die Erzählung, was Jesus durch Gott bei der Taufe widerfährt: seine Einsetzung in die Würde und Stellung als Gottessohn und die Berufung in sein messianisches Amt.

Jesus war zeitweise Schüler von Johannes dem Täufer. Der Evangelist Matthäus deutet diese Begebenheit als Berufungsvision nach Art der Prophetenberufungen oder auch als Demonstrationswunder.

Cyrill von Jerusalem (um 314-386): „Als Christus bei der Taufe im Jordan den Wassern vom Wohlgeruch seiner Gottheit mitgeteilt hatte, stieg er heraus, und der Heilige Geist kam persönlich auf ihn herab, so daß der Gleiche auf dem Gleichen ruhte.
Christus ist nicht mit irdischem Öl oder irdischer Salbe von Menschen gesalbt worden, sondern sein Vater, der ihn zum Erlöser der ganzen Welt vorherbestimmt hatte, hat ihn mit Heiligem Geist gesalbt. Während Christus mit dem geistigen Öl der Freude gesalbt wurde, das heißt mit dem Heiligen Geist, wurdet Ihr (Taufbewerber) mit Salbe gesalbt, nachdem Ihr Teilnehmer und Genossen Christi geworden waret.“