Karsamstag, 11. April 2020

Der Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt. Bei der Geburt kommt der Mensch aus dem Schoß der Mutter, nach seinem Tod birgt ihn der Schoß der Erde. Frauen machen es sich zur Aufgabe, am Grab Jesu zu wachen und zu trauern. Menschen brauchen das Grab als Ort für ihre Trauer und ihre Erinnerungen. Christen läßt das Grab begreifen und bezeugen, was Ostern bedeutet. Es wird leer sein; Jesus ist bei den Menschen, aber nicht als Besitz, sondern in Begegnung und le­bendiger Gegenwart. „Jesus, nun darfst Du ausruhen, wie auch Gott am Sabbat ruhte, nachdem er die Schöpfung vollendet hatte. Dein Werk der Erlösung ist vollbracht!“ Aber schon erzittert das Grab von den Klängen der kommenden Auferstehung, wodurch die Schöpfung neu gestaltet wird.

Mache auch mich neu!