20.4.2019

Leben und Tod

Der Mensch im Augenblick der Geburt und des Sterbens

Fotos: Verlag Mosaik und DVA Verlag

„Die Kinder vom Reißbrett – Mit Bluttests für Schwangere verknüpfen sich Hoffnungen und Bedenken. In der Bundestagsdebatte steht viel auf dem Spiel, nicht zuletzt unsere Zukunft mit behinderten Menschen“, lautet die Überschrift eines Artikels von Joachim Müller-Jung in der F.A.Z. vom 10. April 2019 über die Folgen, die mit der Möglichkeit des Bluttestes einhergehen.
Link zum Bericht

Vergleichbar zur obigen Diskussion ist in Bezug auf die Organspende die Widerspruchslösung geplant, aber kaum jemand weist darauf hin, daß Sterben ein Prozeß ist und kein Momentübergang vom Leben zum Tod. Unvergleichlich kurz und bündig hat Ursel Johannes aus Essen dies in der F.A.Z. vom 8. April 2019 in einem Leserbrief zum Ausdruck gebracht, in dem sie Stellung nimmt zu dem Artikel „Gesetz zur Neuregelung der Organspende vorgestellt“ in der F.A.Z. vom 2. April 2019.

Für Ursel Johannes ist ein „Hirntoter“ noch nicht tot, sondern ein „Sterbender“, weil seine übrigen Organe noch funktionieren. Somit sieht auch sie das Sterben als Prozeß. Sie schließt mit dem Satz: „Ein jeder diene dem anderen – aber bitte nicht als Ersatzteillager.“

Siehe auch „Menschsein zwischen Anfang und Ende – Von der künstlichen Befruchtung bis zur Organspende“.