4.1.2022

Licht im Dunkel der Nacht

Wer kann sich als Städter noch erinnern, daß es wirkliche Nächte gab? Der Tag gehört den Taten, die Nacht dem Schlaf. Heute hat man oft den Eindruck, daß die Menschen zwar schlafen, aber das Licht angelassen haben. Die Straßen sind hell erleuchtet, und es gibt keinen Laternenanzünder mehr, der die Lampen abends anmacht und sie am Morgen wieder löscht.

Aber nicht nur Straßen sind beleuchtet, sondern auch Wahrzeichen der Städte und wichtige Gebäude.

Die Nacht zum Tag zu machen, bedeutet auch, der Natur ihren Rhythmus zu rauben. Tiere und Pflanzen verlieren ihr periodisches Gleichmaß, und die Zugvögel verfliegen sich sogar.

Siehe Lichtverschmutzung – Mit zu viel Licht sieht’s düster aus.
Online bis 09.04.2022

Auch die Nachtarbeit in vielen Betrieben erfordert ständige Beleuchtung. Eine industrielle Gesellschaft akzeptiert die Dunkelheit nicht. Wo kann man da noch „Stille Nacht, heilige Nacht“ singen?

Nadja Podbregar berichtete am 15. Januar 2021 in dem Wissensmagazin „SCINEXX“ unter der Überschrift „Wie dunkel ist das Weltall? Neue Messung des Himmelslichts spricht für weniger Galaxien im Kosmos als gedacht“ sogar über Lichtverschmutzung im Weltall, und am 30. März 2021 informierte sie ebenda unter der Überschrift „Unser Planet nimmt zu viel Energie auf – Anthropogener Effekt auf die irdische Strahlungsbilanz ist aus dem All messbar“, daß auch „die irdische Strahlenbilanz aus dem Gleichgewicht geraten ist“.