31.12.2019

Mein Weltbild

Für mich gibt es nur das ALL-EINE, das wir Christen Gott nennen. Dieses ALL-EINE ist nicht groß und nicht klein, es ist unfaßbar. Gottes Sich-Zurücknehmen gibt Raum für die Schöpfung, in der wir leben.

Dieses ALL-EINE ist ewig und unendlich. Die Schöpfung lebt in der Zeit, einer Pause von der Ewigkeit.

Wir sprechen von der Geburt eines Sternes. So hat Gott auch den Menschen „geboren“, und eines Tages, wenn wir wieder zu Sternenstaub werden, aus dem wir wie Adam geformt sind, holt er uns heim.

Welche Zeit des Jahres ist geeigneter, sich Gedanken darüber zu machen, was mit uns am Ende des irdischen Lebens geschieht, als der Jahresübergang, zumal Silvester und Neujahr in die Zeit der sogenannten Rauhnächte fallen, der 12 heiligen Nächte, in denen die Tore zur „Anderswelt“ weit geöffnet sind.

 

Vermutlich haben die Rauhnächte mit den Geistern und Perchten ihren Ursprung im germanischen Mondkalender. Dieser hat im Jahr 12 Monde. Diese entsprechen jedoch nicht unseren 12 Monaten mit 365 Tagen, sondern das Mondjahr hat nur 354 Tage. Um ein Sonnenjahr vollzumachen, fehlen also 11 Tage oder 12 Nächte, die man als „tote Tage“ eingeschoben hat.

In vielen Traditionen beginnen die Rauhnächte bereits zur Wintersonnenwende am 21. Dezember, in anderen in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, dem Übergang vom Mondjahr zum Sonnenjahr. Hier endet und beginnt der Weg des Lichtes, das um diese Zeit wiedergeboren wird. Die Rauhnächte enden mit der Nacht vom 5. zum 6. Januar.

Die Herkunft der Bezeichnung „Rauhnächte“ ist kontrovers. Manche leiten es vom mittelhochdeutschen Wort „rûch“ ab, im Sinne von „haarig“ oder „wild“ und führen es auf die Fellbekleidung der wilden Geister zurück. Andere leiten den Begriff von dem während dieser Zeit traditionsgemäßen Beräuchern der Viehställe mit Weihrauch ab; daher heißen die Nächte vielerorts auch „Rauchnächte“.

Am Ende des Jahres wünschen wir uns einen „Guten Rutsch“. Dahinter steckt der jüdische Begriff Rosch ha-Schana רֹאֹשׁ הַשָּׁנָה ‚ Haupt des Jahres, Anfang des Jahres.