Mittwoch, 18. März 2020

Die erste Erfahrung der Menschen mit dem Weg und der Reise hatte nichts mit der schönen weiten Welt zu tun, sondern diente der Nahrungssuche. Jede Reise ist ein zutiefst subjektives Erlebnis, das von Neugier auf Unbekanntes und Außergewöhnliches geprägt ist. Die Suche und die Sehnsucht danach sind schön, weil das Unentdeckte in der Phantasie keine Makel hat. In der Wirklich­keit jedoch ist es für länger als einen Augenblick unerträglich, es sei denn, wir wären schon im Himmel. Aber „keiner kann Gott schauen und am Leben blei­ben“ (Ex 33,20), berichtet schon das Alte Testament.

Reicht es mir, Gott zu erfahren, ohne ihn zu sehen?