2.10.2022

Mythische Spuren der Wettspiele mit dem Ball

Laut Forschungen über das alte Amerika wurzelt auch das Wettspiel mit dem Ball in der Opfertötung. Der Ball ist ein Symbol für die Sonne. Sie ermöglicht durch ihr Licht und ihre Wärme menschliches Leben. Der schon von seinem Ursprung her vom Geschehen des Kämpfens und des Tötens faszinierte Mensch (vgl. Kain und Abel Gen 4,8) empfand ihr Wirken in Kategorien des tödlichen Kampfes. Er wußte nicht, ob die am Abend vom Dunklen verschluckte Sonne am nächsten Morgen wieder aufging. Lediglich daraus läßt sich der tödliche Ernst der Spieler und Trainer sowie die zum Zerreißen gespannte Atmosphäre im Stadion erklären. Es handelt sich sozusagen um eine Wiederholung des Urszenariums des Menschseins, das heißt des Kampfes auf Sieg oder Niederlage, symbolisch auf Leben oder Tod. Die Organisation eines solchen Spieles verlangt, die im Menschen angelegte Faszination des Tötens ohne Verletzungen von Menschen durch Begrenzung des Raumes und Einhaltung eindeutig festgelegter Regeln ausleben zu lassen und schafft so Ventile für den eingeborenen Tötungsdrang. Die Römer wirkten dem schon durch „Brot und Spiele“ entgegen. Später reagierten sich die Menschen ab, indem sie zum Beispiel auf dem Marktplatz der Hinrichtung von Menschen zuschauten.

Elf Offiziere aus dem Korps des Ferdinand von Schill (1776-1809) wurden nach Wesel überführt, vor ein Kriegsgericht gestellt und am 16. September1809 auf den Lippewiesen erschossen. Sie sollen mit einem Hochruf auf den König und Preußen ihr Leben gelassen haben.