6.6.2020

Ob die Menschen nach der Corona-Krise wieder häufiger die Kirchen aufsuchen?

Daß Menschen auch schon vor der Corona-Krise in Scharen die Kirchen verlassen haben, heißt nicht, daß sie nicht weiterhin nach einem spirituellen Lebenssinn suchen. Vielleicht wird diese Suche in der Corona-Krise noch größer. Wo aber wird das Göttliche erfahrbar? Läßt sich das Transzendente, das wir Gott nennen, in den Gottesdiensten hinreichend erleben? Das Wesen des Christentums ist der Glaube an das Einswerden der Welt in Gott. Gott ist kein Gegenüber. Er lebt in uns, und wir leben in ihm. Das läßt sich nicht nur in einem Kirchengebäude vernehmen, sondern überall und zu jeder Zeit.

Das Virus macht uns bewußt, daß auch in einer modernen und hochentwickelten Kultur bestimmte Dinge unverfügbar und nicht beeinflußbar sind. Hartmut Rosa (* 1965) hat das in seinem Buch UNVERFÜGBARKEIT ausführlich dargelegt.

Link zum Buch

Die zahlreichen Todesfälle infolge des Virus könnten uns helfen, die eigene Vergänglichkeit wahrzunehmen, sie anzuerkennen und ihr zuzustimmen.

Was lernen wir aus der Corona-Krise?