16.4.2022

Petrus

Simon, dem Jesus den Namen Kephas - Petrus - Fels gegeben hatte, stammte aus dem kleinen Fischerort Betsaida am Ufer des Sees Genezareth. Vermutlich lebte er später auf Grund seiner Heirat in Kafarnaum. Dort heilte Jesus auch Petrus‘ kranke Schwiegermutter.

Petrus hatte ein zwiespältiges Wesen. Er bekannte sich zu seinem Meister Jesus, dennoch verriet er ihn später. Als Jesus von seinem Tod und seiner Auferstehung am dritten Tag sprach, machte Petrus ihm Vorwürfe und sagte: „Das soll Gott verhüten.“ Jesus erwiderte ihm: „Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen“ (vgl. Mt 16,21-27).

Als Jesus beim Abendmahl den Jüngern die Füße waschen wollte, äußerte Petrus, das dürfe nicht geschehen (vgl. Joh 13,8f).

 

 

 

 

 

 

Nachdem man Jesus gefangengenommen hatte, verleugnete ihn Petrus in kurzen Abständen dreimal. Während nicht ganz klar ist, weshalb Judas seinen Herrn verraten hat, liegt das Motiv bei Petrus offen auf der Hand. Es war die übergroße Angst, ihm geschehe ähnliches wie seinem Herrn, wenn er sich zu ihm bekenne (vgl. Mt 26,31-34.69-75).

Nach seiner Auferstehung fragt Jesus Petrus dreimal nach dessen Liebe. Und dieser, der ihn dreimal verleugnet hat, bekennt jetzt im Vertrauen auf Jesu Liebe seine eigene: „Herr, du weißt alles, du weißt auch, daß ich dich liebe!“ Daher erhält er den Auftrag, die Gemeinde Jesu zu leiten: „Weide meine Lämmer, weide meine Schafe“ (vgl. Joh 21,15-18).

Siehe auch Simon Petrus – der butterweiche Fels.