15.4.2022

Pilatus

Hätte der römische Statthalter Pontius Pilatus Jesus begnadigt, wäre die Weltreligion Christentum vermutlich nicht entstanden.

Aber die historische Person Jesus entsprach dem Bild des im Alten Testament angekündigten Messias. Die Menschen erwarteten ihn seit dem babylonischen Exil. Viele Juden sahen in Jesus den Messias. Für die jüdische Priesterhierarchie und die Römer war der Mann aus Nazareth ein Aufrührer. Der römische Statthalter Pontius Pilatus ordnete die Hinrichtung des „Königs der Juden“ an und tat den Hohepriestern damit einen Gefallen.

Der römische Historiker Tacitus (58-120) bezeugt, daß Jesus gelebt hat. Es ist bedeutsam, daß er den Stifter der Christen in Rom „Christus“ nennt und nicht „Jesus“.

Manche Historiker halten eine Fülle der in den Evangelien überlieferten Angaben für fromme Legendenbildung. Das gelte insbesondere für die Kindheitsgeschichten. Jesus sei zum Beispiel nicht in Bethlehem, der Stadt Davids, aus der man den Messias erwartete, geboren, sondern in Nazareth. Auch der Bethlehemische Kindermord durch Herodes und die Flucht nach Ägypten seien nicht historisch.

Es gilt zu bedenken, daß die Bibel keinen historischen Anspruch erhebt in bezug auf das, was es mit Jesus aus Nazareth auf sich hat, und keine Religion eine so globale Auswirkung gehabt hat wie das Christentum.

Siehe auch VATICAN  NEWS Pontius Pilatus – der Funktionär.