26.1.2019

Rückmeldungen einer Leserin von „Neusehland“

Mittwoch, 12. Januar 2019

Guten Morgen Herr Seeger,
nach nächtlicher Lektüre in Ihrem schon jetzt reichen Fundus, kommen bei mir einige Gedanken, welche ich hiermit ordne:

Zu Vergangenheit und Zukunft in der „Silvester-Predigt“:

Predigt zu Silvester (31.12.2018)

Vor oder hinter einem liegend: Das kommt auf die Perspektive an. Ich kann mich auf meinem Weg jederzeit umdrehen und zurückblicken / auf es, als dann vor mir liegend, blicken bzw. weiß das Vergangene sicher hinter mir / in mir als Schatz für Kommendes (noch außerhalb von mir / meiner Erfahrung).

Die Meisten können nur das Vergangene „sehen“, kennen nur dies. Einige können zum Teil „in die Zukunft sehen“ (diese Erfahrung habe ich selbst gemacht). Da wir die Zukunft als Gegenwart (wohl) noch „erleben“ werden (auch das Sterben und den Tod „erleben“ wir und können dann das ewige Leben erfahren (!?). Das ewige Leben erfahren ginge ja auch schon zu Lebzeiten, wenn der Schleier nicht wäre...)

Also Faden wieder aufnehmen: Da wir die Zukunft als Gegenwart (wohl) noch „erleben“ werden, liegt sie quasi vor uns, aber auch unsichtbar außerhalb des Blickfeldes (hinter uns? / hinten). Noch nicht erlebt, aber schon vorgezeichnet... Von Gott. Wir füllen es selbst aus mit unserem eigenen Willen, welcher bei uns Menschen mehr oder weniger ausgeprägt ist. Wir Menschen wissen nicht immer, was wir wirklich wollen. Wäre es immer unser Selbst, welches wirkt, so würde der Wille Gottes geschehen – unser Wille würde dem Willen Gottes näherkommen. Da uns Gott jedoch den eigenen Willen lässt, gilt es noch viel zu lernen und zu er-tragen. Gott erträgt dies für uns, soweit wir es nicht erfassen können.

Eigentlich ist es einfach: Die wahre innere Haltung ist mächtig: Lebe ich / leben wir Dankbarkeit, so kann die einzig wahre Macht – die Liebe – wirken und der Wille Gottes vollendet sich – in Ewigkeit.

Für mich leben auch die Menschen in der „geistigen Welt“ (die Gestorbenen), ich kann mit ihnen – wie mit „in dieser Welt Lebenden“ – kommunizieren, ohne sie festzuhalten. Man sagt ja immer, „lass die Toten los / sie gehen“. Es geht beides: In Kontakt / bezüglich sein und gerade deswegen Freiheit „leben“.

Meine Vorfahren sind vorgefahren bzw. ich fahre voran, sie zu „vertreten“ / „repräsentieren“. (Es gibt ein Lied von Xavier Naidoo dazu.)

Gedanken zu Lesefrüchten (31.12.2018) „Es ist immer alles da, ...“:

Gedanken zu Lesefrüchten (31.12.2018)

Ich blicke im Dunkeln (und doch scheint es hell wegen der Straßenlichter) gerade auf eine Sandstein-Figur hier auf einer Brüstung in ein, zwei Metern Entfernung. Sie zeigt „eigentlich“ einen Adler oder so, jedoch „eigentlich“ viel mehr: Ich entdeckte (wie zum Beispiel auch in Wolkenbildern) eine zarte Elfe in klein an einer Seite des ganzen „Gebildes“, den Kopf einer jungen Frau in der Größe des ganzen Sandsteinblocks, aber zu einer anderen Richtung als den Adler, auch einen Totenkopf usw. ...

Also so vieles in einem, die Blicke können so viel, wir verwenden sie oft nur einseitig und aus unseren Vorstellungen geprägt. Daher kommen die schnellen Meinungen, doch Meinung ist noch lange nicht Wahrheit. Die Wahrheit kennt nur der „All-Eine“, der Wahrheitsgeber. Der Ursprung allen Seins. Wenn wir uns ihm hingeben und das höhere Selbst wirken lassen, dann können wir der Wahrheit näherkommen und damit auch ihm / ihr... (Denn Gott ist auch weiblich).

Wasser und Taufe

Wasser und Taufe

„Das Sterben zum Leben...“

Ja, auch hier ist alles drin. Jeder Augenblick stirbt für den nächsten Augenblick. (Der Augenblick „hu(u)scht".) Keiner kann ihn aufhalten, wir können ihn „nur“ erinnern, als Schatz bewahren (und/oder auch fotografieren).

Unser ganzes Sein ist in der Taufe ausgedrückt. Das Wasser ist Sein / Leben. Sein / Leben ist im Wasser. Wer im Wasser stirbt, wird einerseits zu neuem Leben und lebt sowieso weiter in der geistigen Welt.

Jedoch haben wir Menschen oft so viel Angst / Furcht.

Das Märchen der Gebrüder Grimm ist genial: Der, welcher „nicht mal das Gruseln versteht“, nimmt einfach alles so, wie es kommt und da ist – ohne Wertung (!!!) – und geht damit leichter durch das „tödliche Leben“...

In diesem Sinne,
leben Sie auch heute wohl!
Herzlich
Nicole Dick