13.11.2022

Schritt für Schritt zum scharfen Schnitt

 

Früh haben die Menschen begonnen, einen Faustkeil zu formen, um etwas zu zerteilen.

 

Rätsel um wertvolle Grabbeilage: Dolch von Pharao Tutanchamun stammt aus dem All

40.000 Jahre alte winzige Klingen mit Griffen und Ockerreste weisen auf eine für damalige Verhältnisse hochstehende Zivilisation hin

 

 

Zu den Insignien von Kaisern und Königen gehören unter anderen Zepter und Schwert. So heißt es im Lied des Zaren aus der Oper „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing (1801-1851): „Sonst spielt' ich mit Zepter, mit Krone und Schwert.

Sonst spielt’ ich mit Zepter, mit Krone und Stern;
Das Schwert schon als Kind, ach, ich schwang es so gern!
Gespielen und Diener bedrohte mein Blick;
Froh kehrt’ ich zum Schoße des Vaters zurück.
Und liebkosend sprach er: Lieb’ Knabe, bist mein!
O selig, o selig, ein Kind noch zu sein!

Nun schmückt mich die Krone, nun trag’ ich den Stern
Das Volk, meine Russen, beglückt’ ich so gern.
Ich führ’ sie zur Größe, ich führ’ sie zum Licht,
Mein väterlich Streben erkennen sie nicht.
Umhüllet von Purpur nun steh’ ich allein -
O selig, o selig, ein Kind noch zu sein!

Und endet dies Streben und endet die Pein,
So setzt man dem Kaiser ein Denkmal von Stein.
Ein Denkmal im Herzen erwirbt er sich kaum,
Denn irdische Größe erlischt wie ein Traum.
Doch rufst du, Allgüt’ger: ln Frieden geh ein!
So werd’ ich beseligt dein Kind wieder sein.

Text: Philipp Salomon Reger (1804-1857)

 

Am Rathaus der Stadt Münster ist dreimal im Jahr, während des Frühjahrs-, Sommer- und Herbstsendes auf dem Schloßplatz, das sogenannte Sendschwert zu sehen. Es geht auf das Jahr 1578 zurück.

Das Stadtrecht schützte die „Freiheiten“ (= Jahrmärkte), die anlässlich der Kirchenversammlungen (= Synode, Send) auf Domplatz und Markt stattfanden. Seit 1578 wird als Symbol dieses Schutzes das Freiheitsschwert oder Freischwert, heute Sendschwert genannt, an den Tagen des Send aufgesteckt.

 

Die Sportart des Fechtens gab es bereits in der Antike. Die moderne Kampfsportart verwendet Degen, Florett und Säbel.

 

 

 

 

 

 

 

Der Dolch entwickelte sich im Mittelalter als Stichwaffe in den Heeren. Er ist zweischneidig und daher oft mit einem symmetrischen Griff versehen.

 

 

 

 

Als Jahrgang 1936 war ich zum Glück nicht alt genug, um in die Hitlerjugend zu kommen. Aber ich war neidisch auf diese Jungen, weil sie ein Fahrtenmesser hatten. Nach dem Krieg habe ich mir dann 1949 für eine Sommerfahrt selbst ein Fahrtenmesser geschnitzt.

 

 

 

 

 

 

 

Die sogenannten Solinger-Messer lernte ich durch meinen Stiefvater kennen, der sie nach dem Krieg verkaufte.

 

 

 

 

 

Zum unterschiedlichen Umgang mit der Waffe lesen wir in der Bibel:

Eph 6,11-18
Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt.

Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes. Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seit wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.

Joh 18,10f
Simon Petrus aber, der ein Schwert bei sich hatte, zog es, schlug nach dem Diener des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Diener hieß Malchus. Da sagte Jesus zu Petrus: Steck dein Schwert in die Scheide!