30.7.2021

„Speck weg oder mollig dick?“

„Der tägliche Kampf gegen die Pfunde“

Mein erstes Buch mit einer ISBN-Nummer erschien 1988 im Verlag Butzon & Bercker in Kevelaer. Zum Thema Fasten war damals von katholischer Seite noch nicht sehr viel Gedrucktes erschienen.

Der Bayerische Rundfunk in München hatte mein Büchlein entdeckt und lud mich ein, in der Sendung „nachtClub“ zum Thema Fasten etwas beizutragen. Gastgeber war Gerhard Fuchs. An der Gesprächsrunde nahmen folgende Personen teil:
Hiltrud Broschei, Lehrerin
Angelika Grauer, Diplompsychologin
Hartwig Holzgartner, Arzt
Margit Schönberger, Journalistin
Hans-Karl Seeger, Spiritual
Susanne Wiebe, Modedesignerin

Programmhinweis in der Süddeutschen Zeitung Nr. 38 vom 15. Februar 1989

Hinweise vom Bayerischen Rundfunk zum Ablauf der Sendung

Rundfunk

Die Sendung wurde unter der Überschrift dieses Impulses am Mittwoch, dem 15. Februar 1989 im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt. Ich hatte in der Woche einen Exerzitienkurs für Ordensschwestern in Kevelaer angenommen und bat diese um einen Tag „Urlaub“, den sie mir gern gewährten. Der Verlag Butzon & Bercker besorgte mir das Flugticket und brachte mich auch zum Flughafen nach Düsseldorf. Es war das erste Mal in meinem Leben, daß ich in einem Passagierflugzeug unterwegs war. In München, wo ich im Studium meine Freisemester verbracht hatte, nahmen mich gute Freunde bis zum Abend freundlich auf.

Die Sendung begann um 22.30 Uhr. Trotz der für mich ungewohnt späten Zeit war ich hellwach. Man setzte mich auf ein rotes Sofa, was mir viel Freude bereitete; denn ich habe die Farbe Rot besonders gern. Es war eine äußerst interessante und facettenreiche Diskussionsrunde. Am Ende der Sendung, um 0.35 Uhr, verabschiedete sich Gerhard Fuchs von den Zuschauern und seinen Gästen mit folgendem Zitat aus meinem Buch: „Schon um 400 schreibt Palladius in einem Buch über ägyptische Mönche: „Besser ist es, mit Vernunft Wein zu trinken, als mit Hochmut Wasser.“ Verallgemeinernd könnte man auch sagen: „Es ist besser mit Freude zu essen, als mit Traurigkeit im Herzen zu fasten.“

Am nächsten Tag flog ich um 8.05 Uhr zurück, um den Exerzitienkurs fortzuführen. Daher hatte ich nicht sehr viel von meinem schönen Hotelzimmer.

In Kevelaer erwarteten mich die Schwestern und äußerten sich sehr positiv über die Sendung, die sie im Fernsehen verfolgt hatten.

Zurück in Münster schrieb ich an den Bayerischen Rundfunk unter anderem: „Das ganze Unternehmen war für mich ein Erlebnis besonderer Art. Ich habe inzwischen eine Videoaufzeichnung gesehen und bin ganz zufrieden mit meinem Part. Die Teilnahme an der Diskussionsrunde hat mir Freude gemacht.“

Unter zahlreichen Rückmeldungen zur Sendung hat mich folgende Karte aus Laufen an der Salzach besonders beeindruckt.

Vermutlich war unter anderem die Vorstellung meines kleinen Fastenbuches in der Fernsehsendung „nachtClub“ der Auslöser für weitere Einladungen zu Vorträgen sowie zu Fernseh- und Radiosendungen.