19.7.2019

Spektralfarben 2

Das Licht selbst entzieht sich unserem Zugriff, nur seine Wirkungen und Taten nehmen wir immerzu wahr. Das ungebrochene Licht ist unsichtbar, durch ein Prisma wird es gebrochen und dadurch wahrnehmbar.

Gott ist das unsichtbare Licht, seine Wirklichkeit steht jenseits unserer Fassungskraft. Er hat sich klein gemacht und in die Brechung gegeben. Er selbst ist ein Gott in drei Personen, bald tauchen wir in dieses, bald in jenes Licht seines göttlichen Wirkens.

Vermutlich sind es verschiedene Lichtquellen, die uns beleuchten, entsprechend dem Standpunkt, den wir gerade einnehmen.

Gott ist der Meister der Farben, aber er läßt sich nicht auf eine einzige festlegen. Auch seine Werke hat er mit Farben versehen, sie erwachsen nach göttlichem Plan aus dem Wesen der Dinge. Da das göttliche Feuer alle Farben verzehrt, ist er selbst farblos. Um ihn dennoch anschaulich zu machen, bedarf es der Farbe. In der Geschichte herrschten für Gott Schwarz, Gold und Grün vor. Gold befindet sich an vielen Altären. Schwarz ist einerseits die Farbe des unbekannten, verborgenen Gottes, andererseits aber auch die Verheißung des Lichtes. Das göttliche Dunkel ist nicht leer, sondern bedeutungsträchtig. Grün wurde mehr oder weniger verdrängt. Für die Hl. Hildegard (1098-1179) ist Gott grün und Maria die „virga viridissima – allergrünster Zweig“. Die Gläubigen sind für sie wie ein grüner Baum.

Das Licht der Sonne ist in den Regenbogenfarben der Blüten im Sommer sichtbar, im Winter zieht es sich aus den Farben der Natur zurück und ist weißes, reines Licht.

Es gibt kaum eine Blüte, die nicht wenigstens einen Hauch „Purpur“ in sich trägt. Das Blau ist in den Blüten nur das Ultramarinblau. Die oberen Farben lassen sich nicht mit den unteren vermischen, ohne einen Braunstich zu erhalten. Grün entsteht aus den Farben Zitronengelb und Preußischblau, Violett aus den Farben Karminrot und Ultramarinblau. Bei einem Pfau, einem Paradiesvogel und anderen Vögeln erscheinen durch die Reflexion des Lichtes an ihren Federn mehr Farben als vorhanden sind.

Isaac Newton (1642-1726) entdeckte das Prisma und gelangte dadurch zu der Erkenntnis, daß das weiße Sonnenlicht aus den Strahlen der Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett gemischt ist.

Spektralfarben - 7 Chakren:
Nicht das Licht ist zu sehen, sondern nur die dadurch beleuchteten Dinge. Ein durch ein Prisma geleiteter Lichtstrahl macht Licht erst sichtbar. Es erscheint das Spektrum der Farben. Diesen sind jeweils bestimmte Chakren zugeordnet.

Rot                   (6) Wurzel, Basis, Steißzentrum
Orange            (4) Milz, Sakralzentrum, Kreuzzentrum
Gelb                 (2) Nabel, Solar-Plexus, Magen, Leber, Nabelzentrum
Grün                (1) Herz, Herzzentrum
Blau                 (3) Hals, Kehle, Kommunikationszentrum
Lila/Indigo    (5) Stirn, Drittes Auge, Auge der Weisheit, Inneres Auge, Befehl
Violett             (7) Scheitel, Krone, Tausendblättriger Lotus, Scheitelzentrum

Spektralfarben und der Farbkreis:

Rot hat die größte Wellenlänge und ist am energiestärksten, Violett hat die kleinste Wellenlänge und ist am energieärmsten. Die Farben gehen über Zwischentöne ineinander über und berühren sich. So strahlt auch der Regenbogen.

Laut Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) sind die ursprünglichen Farben Gelb und Blau, Rot ist die Steigerung, und Grün gilt als Vereinigung.