26.12.2019

Stephanus sieht den Himmel offen

Im Anfang gehörten wohl Himmel und Erde zusammen. Die Bibel spricht davon, daß Gott im Garten des Paradieses lustwandelt, und viele Geschichten erzählen, daß die Menschen früher den Himmel offen sahen und zum Beispiel die Himmlische Musik hören konnten.

Aber dann kam eine Trennung. Zahlreiche Erzählungen stellen dies lediglich fest, die Bibel aber spricht von der Ursünde. Dadurch entsteht eine Trennwand, ein Graben, die Tore werden verschlossen.

Jeder Teil, sowohl Himmel als auch Erde, könnte den anderen Teil vergessen. Aber im Menschen bleibt die Sehnsucht „O Heiland reiß die Himmel auf!“, und Gott läßt den Menschen nicht im Stich.

Jesus tritt dazwischen, er ist das Dazwischen, der Mittler, der die Trennwand niederreißt: „Denn er ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile [Juden und Heiden] und riß durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder.“ (Eph 2,14)

Nun kann der Mensch den Himmel offen sehen und die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten des Vaters. So ergeht es Stephanus. Nun bekommt der Mensch das Brot vom Himmel, das der Welt das Leben gibt.

Da der Dialog zwischen Gott und Mensch wieder möglich ist, kann er auch von Mensch zu Mensch, ja sogar im einzelnen Menschen zwischen den zwei Seelen in seiner Brust geführt werden.