6.1.2021

Streit um einen König

Das Thema Rassismus ist allgegenwärtig. Es trifft auch das christliche Brauchtum. In den Niederlanden gibt es bereits seit Jahren Streit um das „Blackfacing“ des „Zwarte Piet“, der unserem Knecht Ruprecht entspricht. Nun geht es um Melchior, den Schwarzen unter den Drei Königen. Dessen Darstellung an der Krippe im Ulmer Münster steht besonders in der Kritik. Die Figur ist erst in den 1920er Jahren entstanden und zeugt von äußerst rassistischen Vorstellungen.

Zur Geschichte der Drei Könige siehe Impuls zum 6. Januar 2020.

Siehe auch Impuls zum 2. Dezember 2018 – Advent mit Königen – ein „Königsweg“,

FAZ.NET vom 13. November 2020  und Die Tagespost vom 7. Dezember 2020.

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Was wir am Montag, dem 21. Dezember 2020, als Konjunktion von Saturn und Jupiter am Himmel erleben konnten, war vielleicht eine Wiederholung dessen, was die Drei Könige erfahren haben.

Diese Männer waren vermutlich Tempelpriester des Gottes Marduk, Menschen, die eine Sehnsucht im Herzen trugen. Als Sterndeuter projizierten sie diese Sehnsucht an den Himmel und sahen in der Konjunktion von Jupiter und Saturn im Zeichen der Fische ein besonderes Ereignis heraufkommen. Jupiter war der Stern des babylonischen Gottkönigs Marduk, Saturn der Stern Israels und das Zeichen der Fische steht ebenfalls für Israel.

Die Weisen deuteten eine dreifache Konjunk­tion von Jupiter, Saturn und Mars als Hinweis auf die Geburt eines neuen Königs der Juden. Alles Grund genug, sich auf den Weg zu machen, auf einen langen, weiten Weg, den sich Erzähler und Krippenschnitzer immer wieder ausgemalt haben.

Heike Westram berichtete über das spektakuläre Ereignis auf tagesschau.de vom 21. Dezember 2020 unter dem Titel „Konjunktion am Abendhimmel – Saturn und Jupiter – so nah wie selten – Erst in 60 Jahren kommen sie sich wieder so nah: Saturn und Jupiter scheinen fast zu einem Stern zu verschmelzen. In diesen Tagen ist es so weit“.

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Im Deutschlandfunk vom 21. Dezember 2020 berichtete Dirk Lorenzen über die Große Konjunktion unter dem Titel „Jupiter und Saturn tief am Südwesthimmel – Das Himmelsereignis des Jahres – Am 21. Dezember kommt es zum Planetentreffen des Jahres, wenn nicht des Jahrzehnts. Nach Einbruch der Dunkelheit stehen tief am Südwesthimmel die Planeten Jupiter und Saturn. Bei flüchtigem Blick erscheinen die beiden wie ein Lichtpunkt“.

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Margit Ringer berichtete am 22. Dezember 2020 über das Astro-Spektakel auf BR24 unter dem Titel „,Stern von Bethlehem‘ heute zu sehen? – Am Montagnachmittag kommen sich Saturn und Jupiter so nahe wie seit 400 Jahren nicht mehr. Diese Konstellation könnte auch der Stern von Bethlehem gewesen sein. Die Sternwarte Ursensollen in der Oberpfalz erklärt, wie man sie sehen kann“.

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