12.4.2020

Weihnachten und Ostern im liturgischen Kalender

Im liturgischen Leben der Kirche ergänzen sich die beiden Feste. Ohne Weihnachten gäbe es kein Ostern. Für beide Termine kommt der Unterschied zwischen Sonne und Mond zum Tragen.

Weihnachten richtet sich nach dem vom germanischen Mondkalender abhängigen Sonnenstand. Er hat im Jahr 12 Monde. Diese entsprechen jedoch nicht unseren 12 Monaten mit 365 Tagen, sondern das Mondjahr hat nur 354 Tage. Um ein Sonnenjahr vollzumachen, fehlen also 11 Tage oder 12 Nächte, die man als „tote Tage“ eingeschoben hat.

Man nennt diese Zeit mit ihren Geistern und Perchten Rauhnächte. Es sind die „zwölf heiligen Nächte" zwischen Weihnachten (25. Dezember) und Dreikönige (6. Januar), also die letzten 6 Tage des alten und die ersten 6 Tage des neuen Jahres.

In vielen Traditionen beginnen die Rauhnächte bereits zur Wintersonnenwende am 21. Dezember, in anderen in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, dem Übergang vom Mondjahr zum Sonnenjahr. Hier endet und beginnt der Weg des Lichtes, das um diese Zeit wiedergeboren wird.

Die jährliche Berechnung des Ostersonntags hängt immer vom ersten Vollmond im Frühling ab. Da der kirchlich vereinbarte Termin für den Frühlingsanfang der 21. März ist, fällt Ostern immer auf den ersten Sonntag nach dem zyklisch bestimmten Vollmond, der am oder nach dem 21. März stattfindet. Fällt der kirchliche Frühlingsvollmond auf einen Sonntag, wird Ostern am darauf folgenden Sonntag gefeiert.