Verwandeltes Korn – verwandelte Trauben

Brot und Wein werden Leib und Blut unseres Herrn Jesus Christus. Wir dürfen mit unserem Herrn nicht nur Gemein­schaft haben im Mahl, sondern wir tragen ihn auch hinaus in unser Leben. Eucharistische Anbetungen und eucharisti­sche Prozessionen sind Gestaltung einer großen Danksa­gung für das empfangene Mahl.

Jesus hat für das Mahlhalten Brot und Wein gewählt, Kulturprodukte des Menschen, Wirklichkeiten, die in besonderer Weise den Prozeß der Verwandlung aufzeigen:

Brot entsteht aus dem von der Erde getrage­nen Getreide. Beim Wachsen richtet sich dieses nach der Sonne aus und nimmt deren Farbe an. Die reifen Körner werden im Laufe der Zeit so groß, daß sie sich nicht mehr wie Grassa­men durch den Wind verbreiten. Der Mensch muß helfen. Das Korn stirbt in der Erde und wächst zu ei­ner vielfachen Frucht. Es wird gedroschen und gemahlen. Im Hefeteig geht es auf und wird unter anderem zu Brot gebacken. Der Mensch genießt es als lebenspendende Nahrung. Diese Erfahrung ist so intensiv, daß Brot für alles steht, was der Mensch zur Ernährung braucht.

Wein wird vom Weinstock geerntet. Dieser kann bis zu 200 Jahre alt werden. Sein Sproß richtet sich nicht auf wie das Getreide, sondern sucht Halt und windet sich um eine Rankhilfe. Die Blüte will keinen direkten Kontakt zur Sonne, Blätter schützen sie. Die Sonne wirkt auf sie nur als von der Erde zurückstrahlende Wärme. Die Weinrebe hat sehr große Ge­fäße, durch die das Wasser aus der Erde empor­steigt zur Sonne. Es geschieht immer wieder das Wunder von Kana: Wasser wird zu Wein. Der gekelterte Wein wird bereitet, damit er im Weinkeller reifen kann, um klar und rein wieder ans Licht zu kommen.

Korn und Trauben werden zu Brot und Wein, zu Leib und Blut des Herrn. In der Kommunion werden wir eine Gemein­schaft mit Jesus und unseren Brüdern und Schwestern im Glauben. Wir empfangen ein Unterpfand für unsere letzte Verwandlung in der ewigen Herrlichkeit.

Was bedeutet mir der Empfang der in Leib und Blut Christi verwandelten Gaben?