19.1.2022

Vielgötter- – Götterpaar- – Eingottglaube

Vermutlich erahnten die ersten Menschen, als sie zu Bewußtsein kamen, daß es noch etwas Höheres geben müsse als sie selbst, sozusagen eine überirdische Macht. Von daher entwickelte sich die Verehrung von Göttern.

Ludwig Feuerbach (1804-1872) erkannte, daß die Religion ein unstillbares Bedürfnis der Menschen ist. Da sie unvollkommen sind, schafften sie sich mit Gott ein vollkommenes Wesen. Sie beerdigten ihre Toten auf Grund ihrer Vorstellung, es gebe ein Leben nach dem Sterben.

Daraus wurde in Ägypten für kurze Zeit ein Gott, dem sie die Sonne zuordneten.

Laut Ludwig Feuerbach ist Gott lediglich eine menschliche Projektion.

Wir müssen uns klarmachen, daß es in bezug auf Gott kein Wissen gibt. Wir dürfen nur glauben, und das ist mehr als Wissen.

Die Salzburger Nachrichten vom 12. Mai 2021 berichteten unter dem Titel „4.200 Jahre alte Gräber in Ägypten entdeckt“ unter anderem „Es seien Töpferwaren und Gegenstände gefunden worden, die ägyptischen Gottheiten gewidmet waren“.

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Im Laufe der Entwicklung entstanden aus den zahlreichen Göttern Götterpaare. So ordneten zum Beispiel die Juden JHWH die Göttin Aschera zu.

Daraus bildet sich im Patriarchat der Eingottglaube, der dazu führte, daß die Frauen zurückstehen mußten, was sich in der katholischen Kirche immer noch auswirkt.