28.6.2022

Wachsamkeit

Ergänzung zu „Seid also wachsam! Denn ihr wißt nicht, an welchem Tag euer Herr kommt (Mt 24,32-44)

Wachsamkeit ist Stille und Wachsein in einem. Aber wer nicht schläft, ist noch keineswegs wachsam. Wachsamkeit zeichnet denjenigen aus, der wahrnimmt, was vor sich geht, der dem Frieden nicht traut und auf der Hut ist. Er erkennt nicht nur das Vordergründige, sondern verspürt auch den Hintergrund. Diese Fähigkeit besitzt jedoch nur, wer nicht narzisstisch auf sich, sondern auf die Wirklichkeit fixiert ist.

Wachsamkeit bedeutet, sich verantwortlich zu fühlen, von sich wegzuhören, sich auf Bevorstehendes oder Angekündigtes einzustellen und dafür gerüstet zu sein.

„Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis.“ (1 Thess 5,5) Schlafen ist nur ein Ausschnitt der Wirklichkeit.

Wachsamkeit ist eine Grundhaltung des Christen. Wer Gott betend antwortet, bleibt wach.