13.3.2022

„Was in den Akten steht“

Unter dieser Überschrift und den einleitenden Zeilen „Seit zwei Jahren sind die vatikanischen Bestände zu Pius XII. zugänglich. Mit der Erfassung der von einem eigenen Büro bearbeiteten Bittgesuche verfolgter Juden könnten sich Rolf Hochhuths Vorwürfe erledigen“ veröffentlichte Michael F. Feldkamp in der F.A.Z. vom 1. März 2022 einen Artikel, der das Handeln von Papst Pius XII. rechtfertigen könnte.
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Siehe auch Öffentlicher Görres-Vortrag: Michael Feldkamp spricht über Pius XII. und Historiker: Pius XII. rettete Tausende von Juden - Neue Beweise.

Pius XII. war der erste Papst, den ich als Kind wahrgenommen habe. Karl Leisners geäußerte Vermutung, der damalige Nuntius Pacelli werde der nächste Papst, bewahrheitete sich am 2. März 1939.

Karl Leisner: Kleve, Sonntag, 26. Januar 1930
Nuntius Pacelli, der päpstliche Gesandte beim Deutschen Reich, wurde beim Jahreswechsel von seiner Stellung abberufen, in der [St.-]Peters­kir­che [in Rom] zum Kardinal geweiht[1] und ist jetzt statt des Kardinals [Pie­tro] Gasparri, – Kardinal­staatssekretär des Papstes [Pius XI.]. – Eugen Pacelli ist ein großer Deutschfreund. Vielleicht wird er der nächste Papst.
[1] Ein Kardinal wird vom Papst ernannt, aber nicht geweiht, die Überreichung des roten Biretts usw. in Rom durch den Papst erfolgt während einer Zeremonie.

Mit der Öffnung des Vatikanarchivs 2020 begann die Rehabilitierung Pius XII. bezüglich des ihm vorgeworfenen Schweigens zur Judenverfolgung.

Pius XII. und die Juden - Forscher aus Münster werten Bittschreiben aus