Gedanken zu Lesefrüchten (10.8.2020)

Wenn ich etwas Neues sehe, bringe ich es manchmal mit etwas mir Bekanntem in Verbindung. So ist es auch beim Lesen. Das Gelesene kann etwas zum Ausdruck bringen, was ich schon immer gedacht habe, nur so noch nicht formulieren konnte. Gleichzeitig entsteht ein Nachdenken, das mich zu weiteren Erkenntnissen führt.

Welchen Platz hat der Mensch im Kosmos?

 

Wir sehen die Erde heute nicht mehr als Scheibe, über die sich der Himmel wie eine Käseglocke wölbt; denn wir können inzwischen das Universum seit seinem Ursprung im Urknall beschreiben, aber vorstellen können wir uns diesen nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sonne ist uns sehr vertraut. Aber ihre Wirklichkeit unterscheidet sich von unserer Wahrnehmung. Wenn wir die Sonne noch in ihren prächtigen Farben am Horizont betrachten, während sie untergeht, ist sie bereits verschwunden; denn sie gelangt nur mit Lichtgeschwindigkeit zu uns. Auf Grund der großen Entfernung der Erde von der Sonne benötigt das Licht gut acht Minuten, bis es uns erreicht. Wir sehen die Sonne also nie, wie sie im Augenblick ist, sondern immer nur so, wie sie vor acht Minuten war.

 

Der Mond ist uns ebenso vertraut, erst recht seit der ersten Mondlandung. In dem Artikel „Der ,Wahnsinnsbegleiter’ – Ohne den Mond sähe die Erde ziemlich trostlos aus“, schreibt Adalbert Pollerberg in Münsters Seniorenzeitung (MSZ, Heft 3/2019, S. 12): „Tatsächlich haben Wissenschaftler versucht herauszufinden, wie eine Erde ohne Mond aussähe. Und dabei kamen überraschende Erkenntnisse heraus. Unsere Erde wäre ohne Mond ein ziemlich ungewöhnlicher Ort und das Leben wahrscheinlich über das Mikrobenstadium nicht hinausgekommen.“