10.11.2022

Wie männlich ist der Mann, wie weiblich ist die Frau?

Die Aufteilung der Menschheit in die zwei Geschlechter Weiblichkeit und Männlichkeit werden als fundamentales kulturelles Ordnungsmuster verstanden anstatt als von Natur aus gegebene biologische Tatsache.

Diese ergibt sich aus den am häufigsten vorkommenden Chromosomenkombinationen XY für den Mann und XX für die Frau. Es gibt aber auch andere seltenere Verbindungen, wie zum Beispiel XXX, XXY, XYY, XO und XXXX.

Anhand dieser biologischen Gegebenheiten könnte man sogar bis zu sieben Geschlechter auflisten.

Was Simone de Beauvoir (1908–1986) formuliert hat, bewahrheitet sich: „Man ist nicht als Frau geboren, man wird es“. Ähnlich heißt es in Milvas (* 1939) Song „Zusammenleben“.

Da das Christentum im Patriarchat entstand, rückten die Männer in den Vordergrund. Lediglich Maria, der Mutter Jesu, wurde besondere Verehrung zuteil, im Gegensatz zur sündigen Eva, die als minderwertige Frau galt. Maria wird als reine, fehlerfreie Jungfrau, sozusagen als „Neue Eva“ gesehen.

Es hat fast 2000 Jahre gedauert, bis aus Junus eine Junia werden durfte.

Heute gibt es die Möglichkeit der Geschlechtsumwandlung.

Wissenschaft und Forschung beschäftigen sich intensiver denn je mit dem Aufbau der Chromosomen. Dementsprechend verringert sich auch die strikte Geschlechtertrennung in männlich und weiblich.

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